Fischauge Ulm  
     
 
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Fischauge Ulm - Rathaus
Rathaus Fischerviertel
 
Zeichen der Zeit im Antlitz der Pyramide  
 
 
Obwohl das Fischer- und Gerberviertel für die alteingesessenen Räsen nur den Teil der Altstadt meint, der an den Armen der Blau gelegen ist, umfasst das Viertel offiziell alles zwischen Neue Straße und Donauufer. So muss ein umfassender Fischerviertel-Führer, der die Besucher durch dieses malerische Altstadtviertel begleitet, auch am Marktplatz und dem Ulmer Rathaus Halt machen.

Das Ulmer Rathaus gilt aufgrund seiner reichen, geschichtsträchtigen Fassadenmalereien, der wunderschönen Prunkfenster und der aufwändig gestalteten astronomischen Uhr als eines der schönsten in Deutschland. Der Gebäudekomplex besteht aus drei Bauten, die aus verschiedenen Jahrhunderten stammen. Der älteste Teil, dessen Fassade sich zum Marktplatz hin erstreckt, wurde 1370 von Kaufleuten errichtet. Die mit Statuen der Reichsrepräsentanten geschmückten Fenster im Süden und Osten des Baus sind Ausdruck der Verbindung der einstig freien Reichsstadt zum Reich.
Ein halbes Jahrhundert später erhielt der Bau im oberen Stockwerk den Ratssaal, der heute noch Sitz der Stadtspitze und Versammlungsort des Gemeinderates ist.

Der 1540 errichtete Nordflügel war ursprünglich Verkaufsraum der Ulmer Tuchhändler und Sitz des Gerichts. Um die Jahrhundertwende zwischen 19. und 20. Jahrhundert kam der letzte Bau im Westen dazu. Der Rathausgiebel zur Südseite hin dokumentiert mit der Darstellung der Ulmer Schachtel die regen Handelsbeziehungen Ulms mit vielen Donaustädten
und -regionen in ganz Europa, die an den Wappen zu erkennen sind.

Die vielen Uhren, die das Rathaus schmücken, repräsentieren die kosmische und weltliche Ordnung, die einst als Einheit gedacht war. Eine Besonderheit ist die astronomische Uhr von Isaak Habrecht aus dem Jahre 1580. Ganze 14 astronomische Daten können hier abgelesen werden. Um nur einige davon zu nennen: MEZ, Ortszeit, Mondphase, Datum, Sonnenund Mondfinsternis und die Tierkreiszeichen. An der Südseite des Baus erinnert zusätzlich eine Tafel an den bedeutenden Astronomen und Naturwissenschaftler Johannes Kepler, der in Ulm das astronomische Basiswerk „Die Rudolphinischen Tafeln“ schuf.

In astronomische Höhe streckt sich auch die Spitze des pyramidenförmigen Glasgebäudes an der Westseite des Rathauses. Im Inneren der 55m hohen „Ulmer Pyramide“ verbergen sich ebenfalls spannende Geschichten und jahrhundertealtes Wissen: seit 2004 hat sie nämlich als Ulmer Stadtbibliothek ihre Pforten geöffnet.

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